21.04.2026

Zehn Jahre artimelt – warum spezialisierte Hotmelts heute wichtiger sind denn je

Wenn Hersteller heute neue Produkte entwickeln, stehen sie oft vor denselben Fragen: Wie lässt sich eine Idee sauber, sicher und effizient realisieren? Wie gehen wir mit steigenden regulatorischen Anforderungen um – besonders im medizinischen Umfeld? Und wie finden wir einen Klebstoff, der nicht einfach „gut genug“, sondern exakt richtig für unsere Anwendung ist?

Diese Fragen haben in den vergangenen zehn Jahren an Bedeutung gewonnen. Sie sind der Grund, weshalb artimelt heute dort steht, wo das Unternehmen steht: als Spezialist für anspruchsvolle Hotmelt-Lösungen, der sich konsequent auf individuelle Anforderungen fokussiert. Dass 2026 das 10‑jährige Firmenjubiläum markiert, ist deshalb weniger ein Anlass zum Zurücklehnen, sondern vielmehr ein Moment, um über genau diese Bedürfnisse zu sprechen – und darüber, wohin die Reise weiterhin gehen soll.

Vom Produktionsstandort zum Spezialistenzentrum

Die Geschichte von artimelt beginnt lange vor 2016. Am Standort Sursee werden seit den 1980er‑Jahren Hotmelts entwickelt und produziert. Die heutige artimelt AG entstand aus der Bündelung der Hotmelt‑Aktivitäten innerhalb der LAS‑Gruppe – Collano Adhesives AG, Nolax AG und Emerell AG – die in einem fokussierten Unternehmen zusammengeführt wurden.

Dieser Schritt war strategisch mutig – und richtungsweisend. Denn statt im Massenmarkt mit standardisierten Klebstoffen mitzuspielen, entschied man sich früh für eine klare Spezialisierung: Hotmelts für Anwendungen, die nicht von der Stange lösbar sind. Der Vorteil zeigt sich bis heute: artimelt kann auf Jahrzehnte an Standort‑Know‑how aufbauen und zugleich so agil arbeiten wie ein neues Technologieunternehmen.

Wenn Standardlösungen nicht weiterhelfen

 

Schon kurz nach der Gründung wurde klar: Kunden kommen selten zu artimelt, um ein bestehendes Produkt zu bestellen. Sie kommen, weil ihr Projekt eine Herausforderung bereithält – eine, die sich nur durch eine exakt entwickelte Formulierung lösen lässt.

Diese Arbeitsweise ist seit Beginn Teil der DNA des Unternehmens: Für jedes definierte Bedürfnis wird gemeinsam mit dem Kunden die spezifische Lösung entwickelt. Dafür steht ein erfahrenes Entwicklungsteam bereit, das auf eigene Pilot‑ und Beschichtungsanlagen zurückgreifen kann, mit denen Muster realitätsnah getestet werden. Für Kunden bedeutet das: kurze Wege, schnelles Lernen, verlässliche Resultate.

Medical als Qualitätsmaßstab

 

Ein zentrales Kompetenzfeld von artimelt war von Beginn an der Bereich Medical Hotmelts. Seit vielen Jahren arbeitet artimelt nach ISO 13485 – in der Produktion ebenso wie in der Entwicklung. Diese langfristig etablierte Prozesssicherheit bildet das Fundament für Lösungen, die höchste Ansprüche an Qualität, Sicherheit und Nachvollziehbarkeit erfüllen.

Diese Zertifizierung ist weit mehr als ein Qualitätslabel. Sie bestätigt, dass Prozesse stabil, sicher und reproduzierbar sind – eine Grundvoraussetzung für Anwendungen, die direkten Hautkontakt oder medizinische Wirkung haben. Gleichzeitig hat der Medical‑Bereich bei artimelt schon früh einen Qualitätsmaßstab gesetzt: Was dort an Präzision, Reinheit und Konsistenz gefordert ist, wirkt seit jeher als Motor für andere Branchen. Die Erfahrung aus Medical‑Anwendungen stärkt nicht nur Produkte für Industrie, Sicherheit oder Lebensmittel, sondern auch technische Speziallösungen, die von derselben Prozesssicherheit profitieren.

Damit zeigt sich ein Prinzip, das artimelt bis heute prägt: anspruchsvolle Anwendungen ermöglichen – überall dort, wo Verlässlichkeit, Sicherheit und Verantwortung entscheidend sind.

Familienunternehmen mit Haltung

Dass artimelt sich in kurzer Zeit so eigenständig entwickelt hat, liegt nicht nur an der technischen Ausrichtung. Als Teil einer Schweizer Familienholding hat artimelt einen kulturellen Rahmen, der Entscheidungen erleichtert und Innovation möglich macht.

Bereits in der Gründungsphase prägte die Besitzerfamilie Themen wie umweltbewusste Rohstoffauswahl, klare Haltung gegenüber problematischen Substanzen und ein Bewusstsein für nachhaltige Wertschöpfung. Diese Werte wurden früh in konkrete Handlungen übersetzt: von internen Rohstoffrichtlinien bis hin zu Investitionen in eigene Entwicklungsinfrastruktur.

Entscheidend ist aber auch die Haltung gegenüber Menschen: Mitarbeitende werden nicht vereinheitlicht, sondern in ihrer Individualität gefördert; Talente werden nicht eingeengt, sondern gestärkt. Aus dieser Grundhaltung heraus entstand früh eine klare Entscheidung, die bis heute prägend ist: Für die Betreuung der Kunden setzt artimelt auf technisch versierte Verkaufsprofile – Menschen, die Anwendungen verstehen, bevor sie über Produkte sprechen.

Für Kunden bedeutet das: fundierte Beratung statt Verkaufsrhetorik – und eine Zusammenarbeit, die technisch wie fachlich auf Augenhöhe stattfindet.

Partnerschaft als Erfolgsfaktor

 

Zehn Jahre artimelt wären ohne die bestehenden Kundenbeziehungen nicht denkbar. Viele Projekte entstanden in enger Zusammenarbeit, technische Entwicklungen wurden gemeinsam vorangetrieben, und auch in Zeiten angespannter Versorgungslagen zeigte sich die Stärke langjähriger Partnerschaften.

Ein zentraler Bestandteil dieser Stabilität ist die Art, wie artimelt Beziehungen pflegt: offen, respektvoll und auf Augenhöhe. Durch diese langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit – sowohl mit Kunden als auch mit Lieferanten – gelingt es artimelt immer wieder, benötigte Rohstoffe zuverlässig und in guten Lieferfristen zu erhalten, selbst in Phasen, in denen globale Lieferketten stark unter Druck stehen.

Diese Verlässlichkeit schafft Sicherheit – besonders in Branchen, in denen regulatorische Anforderungen und Lieferkettenrisiken zunehmen. Für Kunden bedeutet das: ein Partner, der transparent kommuniziert, frühzeitig reagiert und Herausforderungen gemeinsam löst.

Blick nach vorne

Während viele Jubiläen dazu einladen, zurückzuschauen, richtet artimelt den Fokus bewusst nach vorn. Denn die Rahmenbedingungen verändern sich weiterhin schnell:

  • Anforderungen an Qualität, Transparenz und Nachvollziehbarkeit steigen kontinuierlich.
  • Die Komplexität von Anwendungen nimmt zu – Klebstoffe müssen präziser auf Substrate, Prozesse und regulatorische Rahmenbedingungen abgestimmt werden.
  • Nachhaltigkeit wird zunehmend zu einem handfesten Beschaffungs‑ und Innovationskriterium.

artimelt sieht sich dabei nicht als reiner Lieferant, sondern als Partner: ein Unternehmen, das mit Kunden gemeinsam entwickelt, testet, optimiert und denkt. Der Erfolg der ersten zehn Jahre war nur möglich, weil Kunden herausfordernde Fragen gestellt haben – und genau das soll auch in Zukunft so bleiben.

Fazit

artimelt feiert 2026 sein 10‑jähriges Jubiläum – aber der eigentliche Grund zu feiern sind die Projekte, Produkte und Lösungen, die gemeinsam mit Kunden entstanden sind. Denn jedes erfolgreiche Hotmelt-System beginnt nicht im Labor, sondern mit einer Anforderung. Und solange es anspruchsvolle Anwendungen gibt, wird es auch gute Gründe geben, gemeinsam neue Lösungen zu entwickeln.

Offene Fragen? Unser Autor freut sich darauf diese zu beantworten:

Alt hier

Offene Fragen? Unser Autor freut sich darauf diese zu beantworten:

Christian Fischer

Head of Marketing & Communications

Themen

Könnte Sie auch noch interessieren